Impfende ÄrztInnen für ihre Leistungen  im vollen Umfang bezahlen!

Sie waren seit Beginn der Durchimpfung der Bevölkerung engagiert, haben aktiv geimpft – und das, ohne dafür honoriert zu werden. Viele ImpfärztInnen, die Anfang des Jahres in Impfstraßen und in Alters- und Pflegeheimen tätig waren, sind bis zum heutigen Tage dafür nicht bezahlt worden. Ursache ist eine Verordnung, die erst verzögert in Kraft getreten ist. Zu diesem Zeitpunkt wurde bereits in Impfstraßen und in Pflege- und Wohnheimen durchgeimpft.

Das ist ein Hohn für die engagierte Ärzteschaft. Ich fordere, dass impfende ÄrztInnen für ihre Leistungen  im vollen Umfang bezahlt werden. Es kann nicht sein, dass die Ärzteschaft im Regen stehen gelassen wird. Man hat sich im Jänner aus Mangel einer entsprechenden Verordnung auf die Aussagen von hohen Vertretern des Gesundheitsministeriums verlassen: Sie haben uns versichert, dass alle ImpfärztInnen für ihre Tätigkeit vergütet werden. Jedoch ist in der Verordnung, die Ende Jänner erlassen wurde, – im Widerspruch zu diesen Zusagen – festgelegt, dass die Zahlungen erst ab Inkrafttreten dieser Verordnung erfolgen.

Schluss mit Pingpong zwischen Bund und Ländern

Diese Situation ist inakzeptabel und führt zu Unmut innerhalb der Ärzteschaft: Uns sind ÄrztInnen bekannt, die vor Inkrafttreten der Verordnung die Corona-Schutzimpfung geimpft haben, und nicht wissen, ob sie das nun gratis gemacht haben. Mangels Vereinbarungen in vielen Bundesländern werden nämlich viele in der Luft hängen: Derzeit spielen sich die Länder mit dem Bund den Ball hin und her, zulasten der Ärzteschaft. Es kann nicht sein, dass impfende ÄrztInnen Leistungen erbracht haben, die nicht bezahlt werden, weil das Gesundheitsministerium zu langsam beim Erstellen von Verordnungen ist.

Also Schluss mit dem Pingpong-Spiel zwischen Bund und Länder. Wir benötigen hier eine rasche Lösung.