Leistungsfähiger niedergelassener Ärztebereich hat Schlüsselrolle beim Vermeiden unnötiger Spitalseinweisungen

Ein leistungsfähiger niedergelassener Ärztebereich hat gerade in Zeiten von Covid-19 eine Schlüsselrolle dabei, dass Spitäler nicht unnötig zusätzlich belastet werden. Gerade jetzt ist es besonders wichtig, dass zum Beispiel chronische Erkrankungen wie Diabetes, Asthma, Bluthochdruck oder Schmerzen – um nur einige zu nennen – in den Arztpraxen behandelt werden, bevor sie sich verschlechtern und eine Spitalseinweisung des Patienten erforderlich wird.

Erst gestern hat die Österreichische Gesellschaft für Anästhesiologie, Reanimation und Notfallmedizin (ÖGARI) gewarnt, dass die zahlreichen schwerwiegenden Therapieverläufe und langen Aufenthalten in Intensivstationen eine schwere Herausforderung für die intensivmedizinischen Ressourcen seien. Erforderlich sei eine konsequente Entlastung der Intensivstationen, um diese für Corona-Erkrankte verfügbar zu halten.

Umso wichtiger ist es, den niedergelassenen ärztlichen Bereich sehr massiv zu unterstützen. Das bedeute zum einen eine ausreichende Ausstattung von Ärzten und ihren Teams mit Schutzmaterialien wie Gesichtsmasken, Mänteln, Handschuhen und Desinfektionsmitteln. Und zum anderen, dass sich Patienten an alle Vorgaben halten, um eine Infektion von Ärzten und Mitarbeitern zu vermeiden.

Also bei Verdacht auf eine Corona-Infektion auf keinen Fall eine Arztpraxis oder eine Spitalsambulanz aufsuchen, sondern die jeweilige Notrufnummer wählen. Vor einem Arztbesuch aus anderen Gründen telefonisch abklären, ob ein direkter Arztkontakt auch wirklich erforderlich ist. Rezepte könne telefonisch bestellt werden und werden dann online von der Arztpraxis an die Apotheke weitergeleitet werden.

Patientinnen und Patienten sollen sich bitte unbedingt auch an die Sicherheitsvorgaben der Arztpraxen halten, das schützt sie selbst, Ärzte und ihre Mitarbeiter. Und es trägt dazu bei, dass Ordinations-Teams nicht infiziert werden, dass möglichst viele Patienten im niedergelassenen Bereich betreut werden können, und Spitäler und Intensivstationen nicht unnötiger Weise zusätzlich belastet werden.

 

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